Man tippte etwas bei Google ein und bekam zehn blaue Links. Wer auf Platz eins stand, gewann. Wer auf Platz sieben stand, bekam immer noch Besuch. Wer auf Seite zwei landete, war praktisch weg, aber selbst das war ein Ergebnis, an dem man arbeiten konnte. Die Regeln waren streng, aber sie waren bekannt.
Heute stellt ein wachsender Teil Ihrer Kunden dieselbe Frage einem Chatfenster. Nicht „Wärmepumpe Installateur Bonn“, sondern „Ich habe ein Haus von 1968, lohnt sich eine Wärmepumpe und wen kann ich in meiner Gegend fragen?“ Die Antwort ist kein Suchergebnis. Sie ist ein Absatz Text, in dem drei Firmen vorkommen. Und danach ist Schluss.
Das ist der eigentliche Unterschied, und er wird oft übersehen: Es geht nicht darum, dass eine neue Suchmaschine dazugekommen ist. Es geht darum, dass die Ergebnisliste verschwindet. Es gibt keine Position vier, auf die man sich hocharbeitet. Es gibt genannt oder nicht genannt.
Gleichzeitig verschwindet der Klick. Früher war das Suchergebnis der Anfang einer Reise auf Ihre Website. Heute ist die Antwort oft das Ende: Der Nutzer hat, was er wollte, und ruft direkt an. Ihre Besucherzahlen sinken, obwohl Ihr Geschäft läuft. Oder sie sinken, und Ihr Geschäft läuft auch nicht mehr, weil jemand anderes genannt wurde. Von außen sieht beides gleich aus, und genau das macht es so tückisch.
Wir nennen das Ganze KI-Sichtbarkeit, weil es kein besseres Wort dafür gibt. In Fachkreisen heißt die Disziplin Generative Engine Optimization, kurz GEO. Manche sagen auch LLMO. Die Begriffe sind neu, weil das Problem neu ist, und niemand sollte so tun, als hätte er schon zehn Jahre Erfahrung damit.